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Die günstigste Scheidung im Internet – Scheidung Online günstig – Gibt es die billige Scheidung?

Ist die Scheidung über das Internet billiger? Günstige Scheidung Internet – günstiger Scheidungsanwalt

Sie suchen die günstigste oder billigste Scheidung im Internet oder auch einen günstigen Scheidungsanwalt? Wir wollen ehrlich zu Ihnen sein: Diese werden Sie nicht finden. Gerade bei den Angeboten einer Online-Scheidung finden Sie immer wieder den Hinweis auf niedrige Kosten und einer billigen, preisgünstigen oder der günstigen Scheidung. Da ist die Rede von Streitwertreduzierung, Kostensenkung, Tiefstpreisgarantie, Kosteneinsparung und Reduzierung der Kosten. Lesen Sie die dortigen Hinweise oder das Kleingedruckte genau und Sie werden feststellen, dass Sie immer die gesetzlichen Mindestgebühren zahlen. Lassen Sie sich daher nicht durch praxisfremde Berechnungsbeispiele einer geringen monatlichen Ratenzahlung oder der irreführenden Aussage „keiner ist billiger“ blenden. Die Wahrheit ist: wonders ist es auch nicht teurer. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass bei Ihnen eine Reduzierung des Verfahrenswertes zu erwarten ist und deshalb die Kosten gesenkt werden, wie Sie weiter unten nachlesen können. Sollte Ihnen ein anderer Eindruck vermittelt worden sein, wurden Sie nicht ausreichend informiert. Zu einer guten Beratung gehört nach unserem Anspruch bereits vor Mandatserteilung, Sie zutreffend und praxisnah über die tatsächlich zu erwartenden Kosten zu informieren, damit Sie verlässlich kalkulieren können.

Übrigens: Einen „Gratis Kostenvoranschlag für die Scheidung“ gibt es nicht. Wer entsprechendes anbietet, möchte möglicherweise einen falschen Eindruck bei Ihnen erwecken oder kennt das Kostenrecht nicht. Günstiger kann es dort nicht sein.

Ist die Online Scheidung wirklich günstiger?

Gerichtskostenrechnung - Das Gericht bestimmt durch Festsetzung des Verfahrenswertes die Höhe der Gebühren für Gericht und RechtsanwaltDie Antwort hierauf ist also eindeutig nein. Wer hier einen anderen Eindruck erweckt, möchte möglicherweise eine falsche Vorstellung bei Ihnen erwecken. Die Hoffnung auf weniger Scheidungskosten klingt gut und dies will man sich nicht nehmen lassen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Bei einer einvernehmlichen Scheidung u.U. mit der Endabrechnung des Anwaltes und der Gerichtskasse, unabhängig davon, ob Sie Anwalt A oder B beauftragt haben. Wäre es anders, könnten Sie sicher auch auf einer Seite lesen, dass es dort günstiger sei. Stattdessen können Sie auf vielen Seiten nur lesen, dass es nirgendwo günstiger ist.

Hintergrund ist, dass eine Scheidung nur durch einen Anwalt eingereicht werden kann und die hierbei entstehenden Gebühren für das Gericht und die Rechtsanwältin oder den Rechtsanwalt der Höhe nach gesetzlich festgelegt und anhand des Verfahrenswertes bestimmt werden, der nicht von Ihrem Anwalt, sondern dem für Sie zuständigen Familiengericht festgelegt wird. Der Anwalt kann hier zwar höhere Gebühren mit Ihnen vereinbaren, darf aber keine niedrigeren als die gesetzlichen Gebühren verlangen. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Kosten – wenn keine höheren Gebühren mit Ihnen vereinbart wurden, was meist der Fall ist – überall gleich hoch sind. Dies unabhängig davon, ob Sie Ihren Scheidungsanwalt online oder vor Ort beauftragen. Günstiger kann es dann natürlich nirgends sein. Teurer aber ohne Honorarvereinbarung mit Ihnen auch nicht. Wer Ihnen daher niedrige Kosten vorab mitteilt, wird genauso teuer am Ende sein wie woanders.

Da einheitlich gesetzlich genau festgelegte Gebühren gelten, werden Sie deshalb auch keinen Preisvergleich einer Scheidung Online finden. Es lohnt sich daher auch nicht, verschiedene Anbieter anzuschreiben, um das günstigste oder billigste Angebot zu erhalten. Auch wenn Sie an einer Stelle niedrigere Kosten genannt bekommen, wird es am Ende dort genauso teuer sein. Hat das Gericht den Verfahernswert abschließend festgesetzt, können Sie die gesetzlichen Gebühren leicht in der nachfolgenden Tabelle ablesen, nachdem Sie das Bild kurz angeklickt haben.

 

Die Festsetzung des Verfahrenswertes durch das Familiengericht am Ende des Verfahrens

Festsetzung Verfahrenswert durch den Familienrichter

Tabelle: Gesetzliche Gebühren bei Scheidung
Gesetzliche Gebühren Scheidung

Erst am Ende des Verfahrens, nachdem der für Sie zuständige Familienrichter den Verfahrenswert festgesetzt hat, wissen Sie, wie hoch die Kosten Ihrer Scheidung tatsächlich sind.

Die bei einer Online-Scheidung angepriesenen „Tricks“ der Kostenreduzierung kennt der für Sie zuständige Familienrichter auch. Eine einvernehmliche Scheidung hat dieser nicht zum ersten Mal gemacht. Möglicherweise sind Sie an Ihrem Scheidungstermin bereits die 10., die an diesem Tag verhandelt wird. Für diese 10 einverständlichen Scheidungen hat er insgesamt max. 2,5 h als Terminsdauer angesetzt. Bei manchen Gerichten nur 100 Minuten. Ihr Familienrichter weiß, dass diese Termine unproblematisch verlaufen werden. Ihr Familienrichter weiß auch, wie der Verfahrenswert in solchen Fällen festgesetzt wird. Zu der Frage, was zu Ihren Gunsten oder Lasten zu berücksichtigen ist, hat er bereits eine Rechtsansicht entwickelt,  möglicherweise auch durch die Beschwerdeinstanz vorgegeben bekommen oder sich mit den übrigen Familienrichtern im Haus auf eine gemeinsame Linie verständigt.

Wenn nicht ganz besondere Umstände vorliegen, was selten der Fall ist, wird er den Verfahrenswert bei Ihnen daher mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in der gleichen Weise wie auch den 9 vorangegangenen einvernehmlichen Scheidungen an diesem Tag festsetzen, egal ob Ihr Anwalt im Scheidungsantrag Pauschalen für Kinder, eine Reduzierung des Verfahrenswertes und sonstiges beantragt hat oder nicht. Er wird alle 10 einvernehmlichen Scheidungen an diesem Tag gleich behandeln. So wie er auch die 10 zuvor behandelt hat und die nächsten 10 oder 100 behandeln wird. Der Richter, der bei Ihnen z.B. eine Pauschale für minderjährige Kinder akzeptiert, tut dies in allen seinen Verfahren. Dies gebietet bereits das Gebot der Gleichbehandlung. Glauben Sie daher nicht, dass der Familienrichter, bei dem Ihr Anwalt bereits mit aussichtlosen Anträgen oder der ausdrücklichen Beantragung von Selbstverständlichkeiten bezüglich des Verfahrenswertes „geglänzt“ hat, bei Ihnen den Verfahrenswert anders oder niedriger als den übrigen hunderten einvernehmlichen Scheidungen im Jahr festsetzen wird, ohne einen besonderen Grund zu haben. Und dies unabhängig davon, ob Sie Anwalt A, der Ihnen eine Kostenreduzierung in Aussicht gestellt hat, oder Anwalt B beauftragt haben. Sowohl bei Anwalt A wie auch B wird der für Sie zuständige Richter alle Verfahren betreffend einer einvernehmlichen Scheidung bezüglich der Berechnung des Verfahrenswertes gleich behandeln. Den Verfahrenswert wird er ohne Antrag festsetzen.

Dass eine einvernehmliche Scheidung ohne Streit vorliegt, reicht regelmäßig für den Familienrichter nicht aus, um eine Verfahrenswertreduzierung zu rechtfertigen.

Durchaus denkbar ist natürlich, dass ein anderer Richter andere Rechtsansichten hat, die für Sie günstiger wären. Dies wird Ihnen aber nichts nutzen, wenn dies nicht der für Sie zuständige Familienrichter ist. Aber auch dieser andere für Sie nicht zuständige Richter wird alle seine eigenen Verfahren gleich behandeln. Egal welcher Anwalt dort die Scheidung einreicht. Ob Ihr Verfahren daher beim Familingericht Bonn, Familiengericht Stuttgart oder beim Familiengericht Frankfurt am Main stattfindet, kann daher durchaus ein Unterschied bei der Festsetzung des Verfahrenswertes machen. Es gibt keine bundeseinheitliche Praxis, wie z.B. Sozialleistungen zu behandeln sind, ob und in welcher Höhe Pauschalen für Ihre minderjährigen Kinder zu berücksichtigen sind und ob das Kindergeld dem Einkommen hinzuzuaddieren ist und anderes mehr. Das für Sie zuständige Familiengericht wird allerdings, egal welche Rechtsansicht dort vertreten wird, Ihre Scheidung immer genauso in Bezug auf den Verfahrenswert behandeln, wie auch die anderen einvernehmlichen Scheidungen dort, unabhängig davon, welcher Anwalt dort die Scheidung eingereicht hat. Etwas anderes könnte der Familienrichter auch gar nicht gegenüber anderen Rechtsanwälten, Geschiedenen oder der Staatskasse rechtfertigen, die alle eine Interesse daran haben, in welcher Höhe ein Verfahrenswert fesgesetzt wird. Macht ein Familienrichter einen Fehler bei der Festsetzung, kann die Entscheidung mit dem Rechtsmittel der Beschwerde angefochten werden. Insbesondere der Bezirksrevisor wird dies auch im Interesse der Staatskasse tun, wenn der Verfahrenswert zu niedrig festgesetzt wurde. Auch das weiß Ihr zuständiger Familienrichter. Auch Ihr Anwalt kann natürlich für Sie, wenn Sie dies nicht selbst tun möchten, Rechtsmittel gegen die Festsetzung des Verfahrenswertes einlegen, wenn der Verfahrenswert zu hoch festgesetzt wurde. Im eigenen Namen kann der Anwalt ebenfalls Beschwerde einlegen, allerdings erfolgreich nur, wenn der Wert zu niedrig festgesetzt wurde. Auch das alles weiß der für Sie zuständige Richter und wird daher mit Blick auf das berechtige Interesse aller an der richtigen Festsetzung des Verfahrenswertes keinen Anlass für eine Beschwerdeeinlegung geben wollen. Egal ob Anwalt A oder B vor ihm sitzt.

 


Bei einer Kostenanfrage an uns erhalten Sie aus den oben genannten Gründen daher immer eine Aufstellung der in der Regel zu erwartenden Kosten, damit Sie verlässlich kalkulieren können. Häufig wissen wir zum Zeitpunkt der Anfrage auch gar nicht, wo Ihre Scheidung stattfindet, so dass lokale Besonderheiten gar nicht berücksichtigt werden können. Auch die Frage nach der Möglichkeit einer sogenannten „Streitwertreduzierung“ kann z.B. erst am Ende des Verfahrens beantwortet und beurteilt werden. Selbstverständlich werden wir auch alles dafür tun, dass der Verfahrenswert am Ende des Verfahrens so niedrig wie möglich für Sie festgesetzt wird. Wir halten aber nichts davon, Ihnen in diesem Stadium noch gar nicht absehbare Umstände, die eine Reduzierung des Verfahrenswertes rechtfertigen könnten, zu kalkulieren, um eine vielleicht völlig unbegründete Hoffnung auf eine Kostensenkung zu wecken. Es ist immer ärgerlich, wenn es am Ende doch teurer wird als erhofft. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken oder falsche Hoffnungen zu wecken, benutzen wir auch nicht den rechtlich völlig unkorrekten Begriff „Kostenvoranschlag“ im Zusammenhang mit Scheidungskosten.


 

Streitwertreduzierung bei Scheidung
Vorläufige Festsetzung Verfahrenswert

Der oft zu findende Hinweis, dass bei einer einvernehmlichen Scheidung eine „Streitwertreduzierung“ um bis zu 25 – 30% erfolgt, entspricht nicht der gängigen Praxis und ist nur ein Marketininstrument, Ihnen die Hoffnung einer günstigen Scheidung zu geben. Jede zweite Scheidung ist einvernehmlich, so dass die im Gesetz vorgegebene Verfahrenswertbemessung dies bereits berücksichtigt. Aber auch hier gilt, dass die Verfahrenswertfestsetzung durch das Familiengericht erfolgt, so dass die Frage, ob die Beauftragung des Anwaltes online erfolgt ist, keine Rolle für die Wertfestsetzung spielt. Eine „Streitwertreduzierung“ sollte daher zur realistischen Abschätzung der entstehenden Kosten nicht einkalkuliert werden. Bereits der Begriff „Streitwertreduzierung“ ist aus vergangenen Tagen. Seit 2009 richten sich die gesetzlichen Gebühren für das Scheidungsverfahren nach dem Verfahrenswert und nicht dem Streitwert. Ein Antrag auf Verfahrenswertreduzierung bereits im Scheidungsantrag zu stellen, ist ohnehin taktisch nicht sehr klug. mehr Informationen …

Auch die Kostenerduzierung bei einem Rechtsmittelverzicht gibt es nicht (mehr), was häufig auf verschiedenen Seiten als Mittel der Kostensenkung oder als Rechtstipp aufgeführt wird. mehr Informationen …

Die Kosten sollten deshalb nicht der Grund dafür sein, Ihren Scheidungsanwalt online zu beauftragen. Welchen Weg der Beauftragung Sie wählen, müssen Sie selbst entscheiden. Die Zufriedenheit mit Ihrem Anwalt oder Ihrer Anwältin wird nicht abhängig von der Beauftragung vor Ort oder online sein, sondern von der Qualität der Betreuung und Bearbeitung Ihrer Scheidung.  Info: Die kostenlose Scheidung

DIE kostengünstigste Scheidung gibt es nicht. Ob online oder in der Kanzlei beauftragt wird der Anwalt immer die gleichen Kosten abrechnen. Natürlich ist es günstiger, wenn Sie ohne Streit das Scheidungsverfahren durchführen. Dies aber auch unabhängig davon, wie und wo Sie Ihren Anwalt beauftragen. Eine kostengünstige Scheidung ist dies dann aber immer noch nicht. Wieso soll etwas günstig sein, was überall gleich viel kostet? Es kann daher bei den Kosten nur um die Frage gehen, wie hoch Ihre Kosten konkret bei der Scheidung sein werden. Eine Kostenschätzung eines Anwaltes dient dann immer nur zur Kalkulation, da die Höhe das Gericht bestimmt, indem es am Ende des Verfahrens den Verfahrenswert abschließend festsetzt.

Für uns steht die vertrauensvolle Zusammenarbeit und individuelle Betreuung im Vordergrund. Wir möchten daher nicht den falschen Eindruck erwecken, die Scheidung online sei günstiger, denn die Scheidungskosten sind bei einer Online-Scheidung gleich hoch wie bei einem normal eingeleiteteten Scheidungsverfahren. Eine Online-Scheidung bieten wir an, um Ihnen eine einfache und zeitsparende Möglichkeit zu geben, Ihr Scheidungsverfahren über moderne Kommunikationsmittel zu beauftragen und über kurze Kommunikation mit uns in Verbindung zu bleiben.

Die günstigste Scheidung ist nur die Scheidung ohne Streit

Wer also auf seiner Internetseite mit „Scheidungskosten – günstig, preiswert, sparen!“ oder „Scheidung online: unkompliziert, schnell & günstig“ wirbt, will Sie nur in die Irre führen. Schauen Sie ins Impressum der Seite. Wahrscheinlich ist der Betreiber nicht mal Rechtsanwalt und kann für Sie daher gar keine Scheidung durchführen. Eine Online-Scheidung ist nichts weiter, als einen Rechtsanwalt mit der Durchführung des Scheidungsverfahrens online zu beauftragen, was nicht mit Seiten von Nichtanwälten verglichen werden kann, da diese nur den Geschäftszweck haben, durch Vermittlung Ihrer Scheidung Geld zu verdienen.

 


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Was Sie noch zur günstigen Scheidung, der Scheidung zum Festpreis, Kostenvoranschlag und der sogenannten Gratisscheidung wissen sollten, erfahren Sie hier.


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