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Gerichtskosten Scheidung

Kurz erklärt: Gerichtskosten Scheidung

 

Das Familiengericht wird den Scheidungsantrag des Antragstellers erst an den Antragsgegner zustellen, nachdem ein Vorschuss in Höhe der voraussichtlichen Gerichtskosten gezahlt wurde. Im Scheidungsbeschluss spricht das Familiengericht auch eine Kostenentscheidung aus, wonach die Gerichtskosten jeweils hälftig zu tragen sind. Der Antragsteller kann dann die Erstattung der überzahlten Gerichtskosten vom Antragsgegner verlangen. Die Höhe der Gerichtskosten richtet sich nach dem vom Familiengericht am Ende des Verfahrens festgesetzten Verfahrenswert, der in der Regel mindestens 4.000,00 € beträgt. Hieraus ergeben sich Gerichtskosten in Höhe von 254 €.

 

Scheidung ohne Anwalt nicht möglichWer die Scheidung beantragen möchte, muss hierfür einen Anwalt beauftragen. Möchte die andere Seite sich nicht gegen die Scheidung wenden oder dieser zustimmen, geht das auch ohne Anwalt. Wie hoch die Kosten des Scheidungsverfahrens insgesamt (Gericht und ein Rechtsanwalt) sind, können Sie auf unserer Seite Kostenrechner Scheidung nachlesen oder uns unverbindlich eine Anfrage senden. Für manche, die anwaltlich nicht vertreten sind, ist aber u.U. nur von Interesse, wie hoch die Gerichtskosten bei der Scheidung sind, also wie teuer die Scheidung ohne Anwalt ist. Der Antragsteller hat zu Beginn des Verfahrens einen Vorschuss in Höhe der voraussichtlich insgesamt anfallenden Gerichtskosten zu zahlen (Gerichtskostenvorschuss). Erst nach Eingang der Zahlung der Gerichtskosten wird der Scheidungsantrag durch das Familiengericht an den Antragsgegner zugestellt. Im Scheidungsbeschluss spricht das Familiengericht am Ende des Verfahrens auch eine Kostenentscheidung aus, wonach die Gerichtskosten jeweils hälftig zu tragen sind. Wenn nur ein Anwalt am Verfahren beteiligt ist, ist eine Teilung der Anwaltskosten nur zu erreichen, wenn die Beteiligten eine Vereinbarung über die Kostenteilung abschließen. Ohne entsprechende Vereinbarung muss der Antragsgegner nur die halben Gerichtskosten zahlen und hat ohne Anwalt keine weiteren Kosten.

Die Höhe der Gerichtskosten bei einer Scheidung

Gerichtskosten Scheidung Tabelle
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Die Gebühren für das Gericht richten sich im familienrechtlichen Verfahren nach dem Wert des Verfahrensgegenstands (Verfahrenswert). Der Verfahrenswert richtet sich bei einer Scheidung nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Beteiligten und beträgt immer mindestens 3.000,00 € für die Scheidung und 1.000,00 € für den Versorgungsausgleich. Wenn Ihnen der Scheidungsantrag oder vielleicht auch eine Gerichtskostenrechnung vorliegt, ist dort der vorläufige Verfahrenswert angegeben, der oft auch unzutreffend Streitwert genannt wird. Der endgültige Verfahrenswert wird am Ende des Verfahrens durch das Familiengericht festgesetzt.

Gerichtskosten Scheidung selbst berechnen

Wenn Ihnen kein Wert vorliegt, können Sie den Verfahrenswert leicht errechnen und dann unmittelbar die Gerichtskosten der Ehescheidung ablesen:

(Nettomonatseinkommen beider Ehegatten x 3) +10% pro zu überprüfender Rentenanwartschaft = Verfahrenswert Scheidungsverfahren ohne streitige Folgesachen. Beispiel: Beide Ehegatten verdienen zusammen EUR 2.500,00 im Monat und sind jeweils in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Verfahrenswert beträgt in diesem Fall: (2.500 x 3 = 7.500) + 20 % (= 1.500) = EUR 9.000,00 Verfahrenswert.

Zur Berechnung im Detail u. mögliche Besonderheiten erfahren Sie alles auf unserer Seite Kostenrechner und Verfahrenswert Folgesachen

Der Tabelle auf dieser Seite können Sie entnehmen, dass in dem Beispielsfall die Gerichtskosten insgesamt EUR 444,00 betragen, von denen Sie die Hälfte, also EUR 222,00 zu tragen haben.


Gerichtskostenvorschuss – was genau bedeutet das?

Vorschuss Gerichtskosten Scheidung
Rechnung Gericht

Nach den gesetzlichen Vorgaben soll das Gericht erst eine Zustellung des Scheidungsantrages veranlassen, nachdem ein Vorschuss gezahlt wurde. Das Gericht wird daher zu Beginn des Verfahrens zunächst einen Gerichtskostenvorschuss anfordern. Aus diesem Grund soll die Antragsschrift (Scheidungsantrag) auch Angaben zum Wert des Verfahrens enthalten. Häufig wird daher bei der Gerichtkostenrechnung der im Scheidungsantrag angegebene Wert zunächst bei der Gerichtskostenvorschussrechnung als Verfahrenswert (vorläufig) zugrunde gelegt. In anderen Fällen setzt das Gericht den Verfahrenswert zunächst vorläufig fest. Hierbei wird das Gericht, soweit keine streitigen Folgesachen anhängig sein, regelmäßig von einem Verfahrenswert entsprechend der obigen Berechnung ausgehen (Quartalsnettoeinkommen zuzüglich 20% für 2 Versorgungen). Ein Antrag auf Verfahrenswertreduzierung „schon im Scheidungsantrag“, wie von einigen Anbietern einer Online-Scheidung als üblich bezeichnet, wird das Gericht im Rahmen der Vorschussrechnung niemals und auch abschließend faktisch nicht stattgeben, wie Sie hier nachlesen können. In dem Beispiel oben wäre also ein Gerichtskostenvorschuss in Höhe von EUR 444,00 durch den Antragsteller zu zahlen. Erst am Ende des Verfahrens wird der Verfahrenswert endgültig festgesetzt. Hier ergibt sich u.U. ein anderer Verfahrenswert, da sich im Verfahren z.B. gezeigt hat, dass mehr Versorgungen im Verfahren überprüft werden mussten oder die Angaben zum Einkommen der Beteiligten höher oder auch niedriger als das tatsächliche ist. Kurz vor oder nach Verkündung des Scheidungsbeschlusses setzt das Gericht den Verfahrenswert abschließend fest, auf dessen Grundlage dann eine Endabrechnung der Gerichtskasse erfolgt und der überzahlte Betrag des Antragstellers vom Antragsgegner erstattet verlangt werden kann. Bei der Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe sind keine Gerichtskosten und entsprechend auch kein Gerichtskostenvorschuss zu zahlen.

Info: Ratenzahlung Scheidung


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Kurz erklärt: Gerichtskostenvorschuss Scheidung

 

In Ehesachen u. selbständigen Familienstreitsachen soll nach den gesetzlichen Vorgaben die Antragsschrift erst nach Zahlung der gesetzl. Gebühr zugestellt werden. Nach Zahlung des angeforderten Vorschusses wird die Akte dem Richter vorgelegt. Dieser veranlasst sodann die Zustellung der Scheidung.

 

Reduzierung Gerichtskosten nach altem Recht

Im Internet finden sich auch heute noch Rechtstipps, wie Gerichtskosten reduziert werden können, obwohl sich die Rechtslage seit 2009 geändert hat und entsprechendes nicht mehr möglich ist. Seit 2009 können keine Gerichtskosten mehr eingespart werden, indem auf Rechtsmittel oder auf die Darstellung der Gründe im Beschluss (früher Tatbestand und Entscheidungsgründe im Urteil) verzichtet wird.

 


Kurz-Info: Gerichtskosten Scheidung

Im Rahmen des Scheidungsverfahren fallen insgesamt 2 Gerichtsgebühren an. Die Höhe einer Gebühr richtet sich nach dem Verfahrenswert. Bei einem Verfahrenswert von z.B. 4.000,00 Euro beträgt eine Gerichtsgebühr 127,00 Euro. Es fallen daher Gerichtskosten in Höhe von insgesamt 254,00 Euro an.

 

 

Wir begleiten Sie Schritt für Schritt bei Ihrer Ehescheidung – von der Anfrage bis zum rechtskräftigen Scheidungsbeschluss.

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