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Verfahrensdauer Ehescheidung – Dauer einer Scheidung

Wie lange dauert eine Scheidung? Kann der Versorgungsausgleich abgetrennt werden?

Allgemeingültig lässt sich nicht sagen, wie lange die Dauer der Scheidung, genauer gesagt des Scheidungsverfahrens ist, da hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Da das Gericht nach den gesetzlichen Vorgaben über die Scheidung und die Folgesachen grundsätzlich gleichzeitig zu entscheiden hat, hängt die Dauer des Verfahrens daher im Wesentlichen auch von dem Umfang des Streits zwischen den Eheleuten ab. Um so weniger zu klären ist, umso kürzer wird die Dauer der Scheidung sein. Eine Abtrennung der Folgesachen und Entscheidung über die Ehescheidung vorab ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Hierneben ist die Scheidungsdauer auch individuell von Richter zu Richter unterschiedlich, da sich u.U. Zeiten für Urlaub, Erkrankung oder aber auch unterschiedliche Arbeitsbelastungen bei den unterschiedlichen Familiengerichten ergeben können. Auch die Arbeitsweise der Richter ist oft unterschiedlich und kann sich auf die Dauer der Scheidung auswirken. Die unterschiedliche Auslastungen der Geschäftsstellen wirken sich ebenfalls auf die Dauer des Scheidungsverfahrens aus.

Wie lange dauert die Scheidung bei einer einvernehmliche Scheidung?

Von der Zustellung des Scheidungsantrages bis zum Scheidungsbeschluss
Wie lange dauert es bis zur Scheidung?

Wie lange dauert eine Scheidung?Im Rahmen einer einvernehmlichen Scheidung ist die Verfahrensdauer im Wesentlichen davon abhängig, wie viel Zeit für die Kontenklärung bei den Rentenversicherungsträgern benötigt wird. Diese Auskünfte werden für die Entscheidung im Rahmen des in der Regel durchzuführenden Versorgungsausgleiches benötigt. Selbst bei einfach gelagerten Fällen muss mit einer Verfahrensdauer von wenigstens  5-6 Monaten gerechnet werden. Ohne durchzuführenden Versorgungsausgleich reduziert sich die Verfahrensdauer in der Regel um rund 3 bis 4 Monate.

Info: Wie lange dauert die Zustellung des Scheidungsantrags?


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Wie lange dauert die Scheidung nach dem Versorgungsausgleich?

Wenn man den Suchvorschlägen bei den verschiedenen Suchmaschinen Glauben schenken kann, wird diese Frage häufig gestellt und wurde oben eigentlich schon beantwortet, deswegen nur kurz hierzu:

Die wesentliche Dauer des Scheidungsverfahrens einer einvernehmlichen Scheidung besteht darin, dass die Einholung der Auskünfte durch das Gericht im Rahmen des Versorgungsausgleichs einige Wochen oder Monate in Anspruch nimmt. Liegen dem Familiengericht alle Auskünfte der verschiedenen Rentenversicherungen vor, wird das Gericht den sog. Scheidungstermin bestimmen und am Ende der Sitzung eine Entscheidung verkünden, in der die Scheidung ausgesprochen und die Durchführung des Versorgungsaugleichs bestimmt wird.

Im Verfahrensrecht gilt der Grundsatz, dass durch das Gericht im Verbund entschieden wird, also nur eine Entscheidung über die Scheidung und den Folgesachen ergeht.

Besteht kein Streit und ist daher neben der Scheidung nur über den Versorgungsausgleich durch das Gericht zu entscheiden, gibt es allerdings die Möglichkeit, eine Entscheidung über die Scheidung vorzeitig herbeizuführen, indem die Abtrennung des Versorgungsaugleichs durch beide Ehegatten beantragt wird.

Info: Ablauf Scheidungsverfahren

 

Abtrennung Versorgungsausgleich – schneller zum Scheidungstermin

Eine schnellere Scheidung wird durch das im Rahmen der Reform des Familienrechts eingeführte FamFG ermöglicht. Nach § 140 FamFG kann der Versorgungsausgleich abgetrennt und über die Scheidung vorab entschieden werden, wenn seit der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrages (Zustellung des Scheidungsantrags beim Antragsgegner) ein Zeitraum von drei Monaten verstrichen ist, beide Ehegatten die erforderlichen Mitwirkungshandlungen in der Versorgungsausgleichsfolgesache vorgenommen haben und beide übereinstimmend deren Abtrennung beantragen. Die dreimonatige Frist beginnt allerdings frühestens mit Ablauf des Trennungsjahres. Info: Scheidung und Folgesachen

 

Tipp Kontenklärung im Trennungsjahr: Stellen Sie bereits während der Trennung einen Kontenklärungsantrag beim Rentenversicherungsträger. So können bereits vor Einreichung der Scheidung ungeklärte Zeiten durch Angaben und Unterlagen geklärt werden. Erfolgt die Klärung erst im Rahmen des Versorgungsausgleichsverfahrens, verlängert sich die Scheidungsdauer entsprechend. Die Dauer der Kontenklärung ist bei einer einvernehmlichen Scheidung meist der wesentliche Zeitfaktor.

Info: Ausschluss u. Regelung Versorgungsausgleich / Versorgungsausgleich bei kurzer Ehezeit

 

 

Wie kann das Verfahren beschleunigt werden?

Neben der Bearbeitungszeit bei Gericht hat auch die eigene Vorgehensweise Einfluss auf die Dauer bis zum Scheidungsbeschluss. Zeit kann eingespart werden durch:

  • Schnelle Bearbeitung des Scheidungsantrags und kurzfristige Einreichung beim Familiengericht durch den beauftragten Anwalt.*
  • Sofortige Einzahlung der Gerichtskosten durch den Antragsteller, da das Gericht erst nach Zahlung tätig wird
  • Umgehende Rücksendung des Fragebogens zum Versorgungsausgleich durch beide Ehegatten ohne die vom Familiengericht gesetzten Fristen voll auszuschöpfen
  • Umgehende Beantwortung von Rückfragen durch das Gericht oder den Rentenversicherungsträger durch beide Ehegatten

*Wir haben zur schnellen Bearbeitung die Arbeitsabläufe bei Eingang Ihrer Angaben über unser Scheidungsformular optimiert. Die Einreichung des Scheidungsantrages erfolgt ohnehin zeitsparend online über das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) sozusagen in Echtzeit.


Wann kann eine längere Verfahrensdauer von Interesse sein?

In rechtlicher Hinsicht ist die Dauer des Verfahrens für einige Punkte nicht von Relevanz, da es für die Folgen (z.B. Stichtag für die Berechnung des Zugewinnausgleichsanspruches, Berechnung der Ehezeit für den Versorgungsausgleich) nicht auf die Dauer des Verfahrens, sondern auf die Zustellung des Scheidungsantrages ankommt. Für diejenigen, die Anspruch auf Trennungsunterhalt haben, bei der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert sind oder aber als Beamter einen Familienzuschlag in Bezug auf die Ehe erhalten, kann durchaus auch eine lange Verfahrensdauer von Interesse sein, da die vorgenannten Privilegierungen mit der Rechtskraft der Scheidung enden.


 

Bei einer Online Scheidung beauftragen Sie die Durchführung des Scheidungsverfahrens online, so dass Sie unabhängig von der Verfahrensdauer lediglich den Scheidungstermin wahrnehmen müssen, der bei einer einvernehmliche Scheidung lediglich ca. 15 min in Anspruch nimmt.

Scheidung Online spart Zeit und Aufwand

Besteht Einvernehmen zwischen den Ehegatten, sind lediglich einige Daten für den Scheidungsanwalt erforderlich, um den Scheidungsantrag für den Mandanten beim Familiengericht einzureichen. Das von uns bereitgestellte berücksichtigt die in der Regel erforderlichen Angaben.

Wir bieten Ihnen an, das Formular unverbindlich an uns zu übersenden. Die Übersendung kann online, per E-Mail, Post oder Fax erfolgen. Von uns erhalten Sie daraufhin per E-Mail oder nach Wunsch auch per Post

  • eine Kostenschätzung Ihrer Scheidung
  • den Entwurf des Scheidungsantrages
  • eine Vollmacht

übersandt. Sie können dann entscheiden, ob Sie uns beauftragen. Hierzu übersenden Sie uns einfach die unterschriebene Verfahrensvollmacht zusammen mit den erforderlichen Urkunden (Heiratsurkunde, Geburtsurkunde der Kinder). Ihr Scheidungsantrag wird daraufhin unverzüglich, in der Regel spätestens am folgenden Werktag, bei dem für Sie zuständigen Familiengericht eingereicht. Über den nachfolgenden Link geht es

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