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Checkliste Trennung und Scheidung – Was bei Trennung und Scheidung zu beachten ist
Scheidung: die ersten Schritte

Die Entscheidung

Ehen gehen auseinander. Bevor hier die Scheidung erfolgt, kommt zunächst der persönliche Entschluss der Trennung. Wer sich hier noch im Unklaren ist, sollte die Möglichkeit einer Eheberatung wahrnehmen. Selbst wenn dies die Ehe nicht rettet, kann die Beratung Verständnis auf beiden Seiten schaffen und so die Trennung „erleichtern“ und Streit vermeiden.

Die rechtlichen Folgen

Die Trennung hat auch rechtliche Konsequenzen. Erst nach einem Jahr kann in der Regel die Scheidung beantragt werden. Es ergeben sich unter Umständen Unterhaltsansprüche für den finanziell schlechter stehenden Ehegatten (Trennungsunterhalt) und/oder für die gemeinsamen Kinder. Auch steuerlich hat die Trennung Folgen. Im Folgejahr der Trennung kann keine gemeinsame Veranlagung mehr erfolgen und damit auch nicht mehr die Steuerklassen frei gewählt werden. Einige Antworten zu Fragen finden Sie auf unseren Seiten Familienrecht ABC und Scheidungsrecht (FAQ).

Info: Was kann bei Trennung & Scheidung regelungsbedürftig sein?

Rechtliche Beratungsmöglichkeit

Häufig empfiehlt sich eine Beratung bei einem Rechtsanwalt. So lassen sich auch vor bereits erfolgter Trennung böse Überraschungen vermeiden. Ihr Rechtsanwalt wird Sie über Ihre Rechte und deren Durchsetzungsmöglichkeiten beraten. Häufig werden so Fehler und unnötige Streitigkeiten vermieden, so dass später kostengünstig eine einvernehmliche Scheidung durchgeführt werden kann. Über die Kosten einer Beratung können Sie sich vorab bei Ihrem Anwalt erkundigen. Im Rahmen einer Erstberatung darf ein Anwalt höchstens EUR 190,00 zuzüglich Auslagen und Mehrwertstuer von Ihnen verlangen. Sind Sie nicht in der Lage, diese Kosten aufzubringen, können Sie bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen.  Der Rechtsanwalt ist bei Vorlage dieses Beratungsscheines verpflichtet, Sie zu beraten und darf hierfür maximal EUR 10,00 von Ihnen verlangen. Eine weitere Pauschale wird der Rechtsanwalt dann gegenüber der Staatskasse abrechnen.

Trennungszeitpunkt

Eine Beantragung des Trennungsjahres gibt es nicht. Es empfiehlt sich aber, den Trennungszeitpunkt zu dokumentieren, um diesen später im Falle der Scheidung nachweisen zu können. Bei einem Auszug und Neuanmeldung einer Wohnung ist dies meist unproblematisch. Leben die Eheleute aber innerhalb der Wohnung getrennt, ist dies kaum zu beweisen. Es empfiehlt sich daher ein gemeinsames Dokument aufzusetzen, in dem beide Eheleute die Trennung bestätigen. Hier können auch einzelne Regelungen bezüglich des Getrenntlebens mit aufgenommen werden. Sie können auch uns damit beauftragen, an Ihren Ehegatten ein Schreiben zu richten, um so die Trennung „offiziell“ zu machen.

Vorbereitungen und Maßnahmen – welche Schritte sind erforderlich

Immer wieder kommt es nach der Trennung vor, dass wichtige Unterlagen fehlen und keine genaue Kenntnis über Vertrags- und Vermögensverhältnisse besteht. Wenn Sie sich daher trennen, denken Sie daran, alle Ihre persönlichen Unterlagen wie Ausweise, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Arbeitspapiere, Versicherungsunterlagen, Zeugnisse, Behördliche Bescheide, Kontoauszüge und Vertragsunterlagen, mitzunehmen. Wenn Sie Kinder haben, denken Sie auch deren Unterlagen.

Wichtig ist es auch, sich einen Überblick über laufende Verbindlichkeiten, gemeinsame Verträge, wie auch über vorhandenes Vermögen wie Konten, Bausparverträge etc. zu verschaffen. Fertigen Sie sich hiervon nach Möglichkeiten Kopien. Dies gilt auch für Verdienstnachweise Ihres Ehegatten, um so im Falle der Geltendmachung von Unterhalt nicht auf die Auskunft des Anderen angewiesen zu sein.

Gemeinsame Konten sollten aufgelöst und eine Vollmacht für den Anderen in Bezug auf das eigene Konto widerrufen werden, damit kein Missbrauch erfolgen kann.

Wenn nicht schon erfolgt, sollte bei Problemen anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen. Sollte eine Einigung nicht erzielt werden, sind grundsätzlich das Umgangsrecht mit den Kindern, das Sorgerecht, die Herausgabe der Kinder, Unterhalt für sich und die Kinder, aber auch die Zuweisung der gemeinsamen Ehewohnung und die Aufteilung des Hausrats beim Familiengericht durchsetzbar.

 

Mediation

Einige Rechtsanwälte und auch andere Stellen bieten in familienrechtlichen Streitigkeiten eine Mediation an. Ziel ist hierbei, durch Vermittlung eine gemeinsame Vereinbarung zwischen den Eheleuten herbeizuführen.

Einvernehmliche Scheidung

Wenn alles zwischen Ihnen und Ihrem Ehegatten geregelt ist, kann nach einem Jahr Trennung eine sogenannte einvernehmliche Scheidung durchführt werden. Da Streitigkeiten nicht mehr bestehen, können hohe Rechtsanwalt- und Gerichtskosten eingespart werden, da sich der Gegenstandwert eines Verfahrens nur auf das Scheidungsverfahren und den Versorgungsausgleich bezieht.

Welche Unterlagen für die Einreichung einer einvernehmlichen Scheidung erforderlich sind, können Sie auf unserer Seite Unterlagen für die Scheidung nachlesen.

 

Einvernehmliche Scheidung einfach online

Haben Sie bereits alles geregelt und sind sich mit Ihrem Ehegatten einig, kann die Online Scheidung, d.h. den Scheidungsanwalt online oder aber auch postalisch zu beauftragen, eine komfortable Möglichkeit sein, Ihr Scheidungsverfahren in die Wege zu leiten. Denn egal ob Sie sich gerade in Bonn, Köln, Hamburg, Berlin oder München befinden, eine Terminsvereinbarung beim Anwalt ist nicht zwingend erforderlich. Soweit noch Unklarheiten bestehen, können diese meist telefonisch und per E-Mail geklärt werden.


 

Scheidung einreichen - Rechtsanwalt informiert Sie zum Ablauf und den Kosten Scheidung beantragen: Veranlassen Sie alles hierzu bundesweit bequem von zu Hause aus.  Für Fragen zum Ablauf und den voraussichtlichen Kosten stehen wir Ihnen gerne unter ✆ 06251 8565952 zur Verfügung. Wir reichen für Sie die Scheidung ein und begleiten Sie Schritt für Schritt bis zum Scheidungsbeschluss.

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