Scheidungsantrag online

 

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Scheidung Pro & Contra – die Konsequenzen der Scheidung

Welche Vorteile und Nachteile hat es, wenn ich mich scheiden lasse?

Trennung ohne Scheidung oder doch besser die Scheidung?

Scheidung ja oder nein?Scheidung ja oder nein? Die Frage, ob man sich scheiden lassen sollte oder besser nicht, hat neben der emotionalen Seite immer auch rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen, die abzuwägen sind. Die Ehe wird nach deutschem Recht als lebenslange Institution gesehen, die ohne weiters zutun erst mit dem Tod eines Ehegatten endet. Mit der Scheidung wird diese durch richterliche Entscheidung bereits vorab beendet. Wer sich endgültig getrennt hat, muss sich daher scheiden lassen, um das Rechtsinstitut der Ehe zu beenden. Einige stellen sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche Vorteile und Nachteile eine Scheidung hat, wenn im Zusammenhang mit der vollzogenen Trennung alles seinen Weg geht und daher geregelt zu sein scheint. Ob es sinnvoll ist, sich scheiden zu lassen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hierbei sollte man sich im Klaren darüber sein, was eine Scheidung nach sich zieht und welche Folgen es hat, verheiratet zu bleiben. Im Zweifel sollten Sie anwaltlichen Rat einholen. Die nachfolgenden Aspekte sind nur exemplarisch und die Frage, ob im Einzelfall eine zeitige oder spätere Scheidung wirtschaftlich sinnvoll ist, individuell zu beurteilen. Sich nicht scheiden lassen und alles so laufen zu lassen, ist zumindest für eine Seite oft nachteilig, was oft erst zu Tage tritt, wenn dann doch die Scheidung ansteht. Wer aufgrund der Scheidungskosten das Verfahren beim Familiengericht auf die lange Bank geschoben hat, zahlt dann rückwirkend betrachtet drauf.

Zusammen mit der Scheidung sind einige Folgesachen zu regeln oder aber durch das Familiengericht zu entscheiden.

So wird mit der Scheidung der Versorgungsausgleich durchgeführt. Hier werden die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften ausgeglichen, so dass im Idealfall beide Ehegatten gleich hohe Anwartschaften haben. Wer also keine oder geringe Beiträge zur Rente leistet, kann durchaus das Interesse haben, die Scheidung hinauszuzögern, um so von den weiteren Zahlungen des anderen Ehegatten zu profitieren. Der Ehepartner, der höhere Versorgungsrechte erwirbt, wird dagegen an einer früheren Scheidung interessiert sein, wenn es nicht eine Vereinbarung zum Versorgungsausgleich gibt. Ein Anspruch auf Witwenrente entfällt mit der Scheidung.

Ist Trennungsunterhalt zu zahlen und der Nachehlichenunterhalt wirksam ausgeschlossen worden, werden die Interessenlagen unterschiedlich sein. Der Unterhaltsverpflichtete wird hier eine frühzeitige Scheidung herbeiführen wollen. Die Pflicht zur Zahlung von Trennungsunterhalt endet grundsätzlich mit Rechtskraft der Scheidung.

Kommen Zugewinnausgleichsansprüche in Betracht, wird ein zeitnahe Scheidung für denjenigen von Interesse sein, der mit einem eigen Vermögenszuwachs oder aber einer Vermögensminderung des anderen Ehegatten rechnet.

Erst mit der Zustellung des Scheidungsantrags, spätestens aber mit Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses endet das gesetzliche Ehegattenerbrecht. Ein gemeinsames Testament wird unwirksam.

Wird die Frau mit einem neuem Partner schwanger, ist zu bedenken, dass kraft Gesetzes der Ehemann Vater des Kindes wird.

Mit der Rechtskraft der Scheidung verliert der im Rahmen der Familienversicherung mitversicherte Ehegatte den Versicherungsschutz und muss sich selbst versichern.

Notarvertrag – Scheidungsfolgevereinbarung, Ehevertrag und Regelung zum VersorgungsausgleichSollten Sie Streit haben oder Spannungen bestehen, sollten Sie tätig werden und nicht die Zeit der Trennung einfach aussitzen, sondern gemeinsam mit dem Ehegatten versuchen, eine Lösung zu finden. Der Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung ist hier oft die richtige Lösung. Nachdem Sie mit der notariellen Vereinbarung eine abschließende Trennungsvereinbarung gefunden haben oder in einem Ehevertrag bereits vorher alles gereglt wurde, können Sie bei Vorliegen der Voraussetzungen die Scheidung einreichen, ohne befürchten zu müssen, dass es im Verfahren zu Streitigkeiten kommt, so dass das Verfahren  in einem überschaubaren Zeitraum und vorher kalkulierbaren Kosten durchgeführt werden kann.

Info: gemeinsames Haus und Scheidung

Besteht bei Ihnen Beratungsbedarf, empfiehlt sich der Weg zu einem Anwalt vor Ort. Sollten Sie Scheidungsanwälte an Ihrem Wohnort suchen, erkundigen Sie sich bei Bekannten, ob diese gute Erfahrungen mit einem bestimmten Scheidungsanwalt gemacht haben. Auch die meisten regionalen Rechtsanwaltskammern können Ihnen Scheidungsanwälte, d.h. Rechtsanwälte, die im Familienrecht tätig sind, nennen.

Wenn Sie bei einem Scheidungsservice oder einer Servicewelt Ihre Daten eingeben, sind Sie wahrscheinlich zur Handelsware eines Anwaltsvermittlers geworden. Die Werbung der Online Scheidung verspricht oft mehr als in der Praxis möglich ist.


Wir begleiten Sie Schritt für Schritt bei Ihrer Scheidung – von der Anfrage bis zum rechtskräftigen Scheidungsbeschluss.


 

Wann muss ich mich scheiden lassen?

Trennung ohne ScheidungEs gibt keine Pflicht, sich nach Trennung scheiden zu lassen. Man kann daher beliebig lange dauerend getrennt leben, ohne sich scheiden zu lassen. Wer sich nicht scheiden lassen möchte, sollte genau prüfen (lassen), ob die Trennung ohne Scheidung wirtschaftliche Nachteile hat. Die steuerlichen Vorteile fallen bereits mit Ablauf des Kalenderjahres weg, in dem die Trennung erfolgt ist. Eine Garantie, dass die andere Seite nicht doch die Scheidung beantragt, gibt es nicht. Auch gegen den eigenen Willen kann der andere Ehegatte die Scheidung bei Gericht durchsetzen. Dies ist nach drei Jahren Trennung problemlos und auch nach einem Jahr Trennung meistens möglich. Um die negativen Folgen der zunächst angedachten Trennung ohne Scheidung abzumildern, sollte der Abschluss eines Ehevertrages oder einer Scheidungsfolgenvereinbarung in Betracht gezogen werden. Im Fall der Fälle lassen sich so auch die Vorteile der einvernehmlichen Scheidung nutzen. Was bereits geregelt ist, muss nicht mehr erstritten werden und die Kosten der Scheidung sind kalkulierbar.

 


 

Zeitpunkt, um den Scheidungsantrag zu stellen

Wann der richtige Zeitpunkt ist, den Scheidungsantrag zu stellen, hängt davon ab, ob eine frühe oder späte Einreichung für einen selbst (wirtschaftliche) Vorteile hat. Allgemeingültig lässt sich nur sagen, dass eine Scheidung grundsätzlich erst nach Ablauf des Trennungsjahres möglich ist. Die meisten Scheidungen erfolgen statistisch gesehen auch unmittelbar nach Ablauf des Trennungsjahres. Pauschale Hinweise, man könne die Scheidung schon einige Zeit vor Ablauf des Trennungsjahrs einreichen, lassen die Abwägung der möglichen wirtschaftlichen Vor- und Nachteile sowie Risiken einer verfrühten Scheidung außer Acht.

Wer bereits weiß, dass sich das Einkommen in Zukunft bei sich oder dem Ehegatten ändert, kann durch Abstimmung des Zeitpunktes der Einreichung des Scheidungsantrags mit dem Ehegatten Einfluss auf den Verfahrenswert nehmen und so Scheidungskosten sparen. Hierbei muss aber abgewogen werden, ob ein z.B. weiteres hinauszögern andere wirtschaftliche Nachteile hat.

Erfolgt die Scheidung ohne Streit, empfiehlt sich ohnehin immer die Vorgehensweise der Scheidung mit dem anderen Ehegatten abzustimmen. Nur so gelingt der Ablauf Ihrer einvernehmlichen Scheidung so günstig und schnell wie möglich.

 

 

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Scheidung online spart Zeit und Aufwand

Ihre Scheidung mit so wenig Aufregung und Aufwand wie möglich

Besteht Einvernehmen zwischen den Ehegatten, sind lediglich einige Daten für den Scheidungsanwalt erforderlich, um den Scheidungsantrag für den Mandanten beim Familiengericht einzureichen. Das von uns bereitgestellte Formular berücksichtigt die in der Regel erforderlichen Angaben.

Wir bieten Ihnen an, das Formular unverbindlich an uns zu übersenden. Die Übersendung kann online, per E-Mail, Post oder Fax erfolgen. Von uns erhalten Sie daraufhin per E-Mail oder nach Wunsch auch per Post

  • eine Kostenschätzung Ihrer Scheidung
  • den Entwurf des Scheidungsantrages
  • eine Vollmacht

übersandt. Sie können dann entscheiden, ob Sie uns beauftragen. Hierzu übersenden Sie uns einfach die unterschriebene Verfahrensvollmacht zusammen mit den erforderlichen Urkunden (Heiratsurkunde, Geburtsurkunde der Kinder). Idealerweise haben Sie bis dahin mit uns telefoniert. Ihr Scheidungsantrag wird daraufhin unverzüglich, in der Regel online am selben Werktag, bei dem für Sie zuständigen Familiengericht eingereicht. Gerne können Sie uns auch eine Anfrage senden, wenn die Scheidung nicht im aktuellen Jahr 2021 geplant oder möglich ist. Info: Ablauf Scheidung (online) 


 

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Scheidung oder nicht Scheidungstest

Trennung und Scheidung oder nicht? Diese Seite ist kein Scheidungs-Test, der Ihnen empfehlen soll, sich scheiden zu lassen oder nicht. Der Sinn eines entsprechenden Tests im Internet darf ohnehin angezweifelt werden. Meist hat ein entsprechender Scheidungstest nur den (Marketing-) Zweck, Sie auf die entsprechende Seite zu locken und Sie z.B. von der dort angebotenen Online Scheidung zu überzeugen. Scheidung macht glücklich? Auch dies wird von dem entsprechenden Anwaltsvermittler propagiert. Wenn Sie dort das Online Formular ausfüllen, ist zumindest der Anwaltsvermittler glücklich, da er Umsatz mit Ihnen machen konnte. Ob Sie konkret nach einer Trennung oder Scheidung glücklicher sein werden, wird Ihnen das Marketing für die Online Scheidung aber sicher nicht verraten. Bezüglich der emotionalen Seite müssen Sie selbst eine Entscheidung treffen. Hier auf die Empfehlung anderer oder einen Scheidungstest im Internet zu hören, ist sicherlich kein guter Rat. Eine Paartherapie kann hierbei helfen. Auch den richtigen Weg der Trennung zu finden, wenn die Ehe nicht mehr zu retten ist. Die wirtschaftliche und rechtliche Seite muss immer individuell beurteilt werden. Ein Ja oder Nein zur Scheidung sollte nicht von einem Scheidungstest im Internet abhängig gemacht werden.


Kurz-Info: Trennung ohne Scheidung

Amtsgericht - Familiengericht - ScheidungWer sich trennt, ohne sich scheiden zu lassen, sieht oft die ersparten Scheidungskosten als Vorteil. Auch wenn die Trennung ohne Scheidung häufig problemlos erscheint, können sich später in Bezug auf den Versorgungsausgleich, dem Zugewinn, der Verpflichtung zur Unterhaltszahlung Nachteile ergeben. Bei Abwägung der Vor- und Nachteile ist bei endgültiger Trennung eine Scheidung unmittelbar nach dem Trennungsjahr daher häufig wirtschaftlich sinnvoll.

Meine Frau / mein Mann möchte weiterhin getrennt leben, sich aber nicht scheiden lassen. Solche und ähnliche Sätze, wonach sich die Partnerin oder der Partner trennen möchte, aber keine Scheidung möchte, hören wir oft. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Der eine oder andere möchte sich so möglicherweise (unbewusst) eine Hintertür offen halten. Meistens ist dies aber nur ein wenig realistischer Gedanke. Hat sich nur eine Seite nach einjähriger Trennung endgültig zur Trennung entschieden, gibt es in der Regel kein Zurück mehr. Wie soll es auch dazu kommen, wenn statt aktiv etwas für eine Versöhnung zu tun, jeder getrennt seine Wege geht. Nach den Erfahrungen hier ist es in den meisten Fällen so, dass eine Seite sich oft einfach nicht mit der Thematik Scheidung auseinandersetzen möchte und sich vielleicht auch schönredet, dass die Trennung ohne Scheidung ja auch gut funktioniere. Ganz oft ist es aber das Thema Geld und so ist der Satz, „ich zahle aber nichts“ auch oft zu hören, wenn das Thema Scheidung einreichen diskutiert wird. Positive Erfahrungsberichte zur Trennung ohne Scheidung im Internet sollten daher kritisch hinterfragt werden. In der Regel ist es nämlich nicht so, dass diese Form der Trennung problemlos ist, sondern bis zum Zeitpunkt des Verfassens des Erfahrungsberichts lediglich noch keine Probleme eingetreten sind.


 

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Aktualisiert am 15. Februar 2021 durch Rechtsanwalt Steinbach